Ein Motto zum Leben
Sundern. Die Menschen in Sundern, ihr Leben, ihr Sport, ihre Hobbys, ihre Vereine sind Thema der nächsten Karnevalssession. Dazu sucht die Flotte Kugel ein passendes Motto. Vorschläge werden ab sofort entgegen genommen.
Es sind die kleinen und auch die großen Dinge, die eine Stadt lebenswert machen, heißt es in dem Aufruf der Karnevalsgesellschaft. Sportliche Erfolge, Menschen des öffentlichen Lebens - Sundern und die Bewohner stehen daher in der fünften Jahreszeit im Mittelpunkt.
Vorschläge für ein Motto dazu werden angenommen bis zum 10. Oktober von Walter Lange, Eichendorffstraße 6, Tel.: 02933/4888, oder auch per E-Mail an WalterLange@t-online.de.
Schnapp(s)i und
Schiri hoch im Kurs
Sundern. Die Menschenmassen, die gestern in Sundern auf den Beinen waren, waren kaum zu fassen. Im Zug und um den Zug herum tummelten sich zehntausende Karnevalfans in tollsten Kostümen und allerbester Stimmung Die Wogen des Frohsinns schwappten schon Stunden vor Beginn des Umzugs hoch, als der Blauwal von der Enker Küste lautstark seine Ankunft im Sunderner Hafen besang. Die Bachpiraten - die Gruppe hat für die Gewässerpflege am Enkhauser Bach einen Umweltpreis bekommen - heizten die Stimmung noch Stunden später ordentlich an.
Und auch die Röhrpiraten tummelten sich im Narrenmeer, sicher in der Annahme: "Das Stadtmarkting wird das Ding schon schaukeln." Starken Wellengang verspürten wohl auch die Sorpepiraten, vielleicht verursacht durch Schnapp(s)i, das kleine Krokodil. Die Hitliste der beliebtesten Kostüme wird in dieser Session scheinbar- je aus aktuellem Anlass - von Schnappis und Schiris angeführt.
Zugkräftig, nicht nur an der Flasche, waren die Pferdchen der Konjunkturkutsche. "Wir ziehen die Karre aus dem Dreck, bevor die Wirtschaft ganz verreckt." Deshalb waren es wohl so viele Vierbeiner. Der Kegelclub "Die Bande" verwandelte sich mit Schnuller mehr in eine Rasselbande, um zu zeigen, dass Westenfeld in der Bevölkerungsstruktur das jüngste Durchschnittsalter stellt.
Auch Zwerge (mehr als sieben), Raben, Indianer, Stars und Sternchen, OP-Personal, Kannibalen sowie Gäste aus Hawaii und aus dem Orient brachten Farbe in den sonnigen Tag. Einige lehrten den Zuschauern das Gruseln, andere luden zum Oktoberfest, ins Musikantenstadl und ins Wiener Kaffeehaus ein. Bock auf Barock hatte wohl der MGV Cäcilia. Mit Samba fuhren die Ehrensenatoren vor, gefolgt von Kinderprinzenpaar und Elferrat. Nicht zu vergessen: die letzte Fußgruppe. Als Nachhut waren 19 Mitarbeiter vom Baumamt im Einsatz. Auch sie kümmerten sich um Kamellen, aber mehr um die ollen.
06.02.2005 Von
Stefanie August
Auch im Februar kann man Oktoberfest feiern
Sundern. (me) Auch was so in der Welt passiert ist, kommentierten Gruppen und Vereine gestern in dem bunten Karnevalszug.
Wie viel Qualm ein echter "Burnout" produziert zeigte eine fast exotische Gruppe: Aus Schliprüthen kam ein Stammtisch mit seinem rasanten Wagen.
Schon fast zur "Stammbesetzung" gehört die Clique aus Visbeck, die sich in diesem Jahr volkstümlich gab. In der Umgebung der Kastelruther Spatzen und Maria und Margor Hellweg bewegten sich auch die "Schädelmeister", die gar nicht damit fertig werden konnten, dass noch nicht Oktober auf dem Kalender steht. Aber auch wenn es immer noch Februar ist, ihr Oktoberfest feierten sie trotzdem.
Dann war da noch Otto und ein Film. Bei St. Snitlev gab es gleich einen "Zwergenaufstand". Märchenhaft blieb es aber nicht nur bei den sieben Männlein allein im Wald. Dass Dornröschen bei den St. Begatos in ihrem Wald nicht schlafen konnte, lag sicher nicht nur an der lauten Musik.
Am Ende des bunten Zuges rollt traditionell der Wagen mit dem Elferrat, den Ehrensenatoren und der Seniorengarde. So spät wie gestern erreichten sie schon lange nicht mehr die Innenstadt. Kaum ein Durchkommen schien es zu geben, schon an der Grünen Hoffnung war es hoffnungsvoll eng und ab Schirgiswalder Platz nur noch dicht.
Und dass Rolf Hengesbach zwischen den Begrüßungen der Freunden und Prominenten am Straßenrand immer wieder den aktuellen Wetterbericht aus Arnsberg bekannt gab (Regenschauer, Schnee, Sturm) hat er den Menschen in der Nachbarstadt nicht wirklich gegönnt.
06.02.2005
Kaperfahrt zur Seebühne und Brand im "Büro"
Sundern. Wie kann man ein brasilianisches Motto zum Karneval erfinden, wenn die Session so kurz ist und der närrische Zug schon am 6. Februar durch die Stadt zieht! Dass auch so früh sambaselige Stimmung aufkommen kann, bewiesen die Flotte Kugel und einige Zehntausende gestern Nachmittag.
Bei fast unwirklich erscheinendem blauem Himmel, beinahe brasilianischen Temperaturen und einer Stimmung, die in Rio auch nicht erreicht werden kann, zog der Zug langsam, ganz langsam durch die Innenstadt. Und überall standen Menschen, jubelten und feierten eine Session, die zwar kurz war wie selten, aber voller Spaß, Stimmung und Rhythmus.
Es waren nicht nur die Menschenmassen, die am Straßenrand auf den Zug warteten, und für einen vollkommenen Tag sporgten. Die, auf die sie so gespannt warteten, haben sich wieder einmal mehr als übertroffen.
So viele Wagen wie selten rollten durch die Innenstadt und ihre Themen waren ebenso vielfältig wie witzig. Auch die Fußgruppen standen ihnen in Nichts nach.
Die Endorfer fanden ihr Thema im Dorf. Der Brand des Jugendtreffs "Das Büro" wurde mit Rauch, Feuerwehr und passenden Kommentaren aufgegriffen.
Auch der TuS Sundern brauchte nicht weit zur reisen für sein Thema: Ein Schiff voller Piraten kreuzt über den Sorpesee und kapert die Seebühne. Anschließend waren alle Kaperer "reif für die Insel". Gar nicht so weit entfernt fand ein Stammtisch sein Thema, auch als Piraten. Sie boten dem staunenden Publikum ein besonderes Schiff, denn auf die Möwe könnten alle noch lange warten, unkte das "Dreckige Dutzend".
Seit 40 Jahren gibt es - von Sundern fast unbemerkt - in Dörnholthausen einen besonderen Stammtisch, die "Teestube". So ein rundes Datum muss gefeiert werden und da einer dieser "Tee-Trinker" Ehrensenator Josef Schmidt ist, gehört so eine Feier in den Karnevalszug. So rollten sie auch durch die Stadt, wie gewohnt an ihrem Stammtisch, nur dass der für einen Sonntagnachmittag nicht im Stammlokal, sondern auf einem Wagen im Karnevalszug Platz fand.
Und noch eine Gruppen blieb im Lande: die Westenfelder. Sie sind
das jüngste Volk in der Stadt, aber von der vollmundig immer wieder betonten "Familienfreundlichkeit" ist bei ihnen noch nichts angekommen. . .
06.02.2005 Von
Sabine Metzler
Flotte Kugel sorgt für richtige Mitbestimmung im Rathaus
Sundern. (me) Jetzt kann sich der Bürgermeister nicht mehr dagegen wehren: in der Stadtverwaltung muss ein Betriebsrat mit hauptamtlichen Mitgliedern gewählt werden. So gibt es endlich eine stärkere Mitsprache der Beschäftigten. Möglich wurde es nur durch die Flotte Kugel. Denn ihre Mitglieder steigern die Zahl der Beschäftigten bei der Stadt von 280 - gestern 11.10 Uhr - über die Grenze von 300, die zwischen haupt- und nebenamtlichen Betriebsratsmitgliedern steht.
Ob angesichts dieser Zahlen die Karenvalisten am Rosenmontag ihre Schlüsselgewalt über das Rathaus freiwillig wieder zurück geben? Bürgermeister Friedhelm Wolf sollte da misstrauisch sein.
Denn Rolf Hengesbach von der Flotten Kugel kündigte zusätzlich an, dass er und sein Präsident Manfred Henze ihre bisherigen Hauptjobs nieder legen und nur noch für das Wohl der Stadt im Rathaus arbeiten wollen. Sie wissen auch, wie sie die Stadtkasse wieder auffüllen können: Aschermittwoch wird ein Wettbüro eröffnet und ab kommenden Wochenende pfeift die Flotte Kugel die richtigen Fußballspiele.
Dabei hatte Wolf die Machtübergabe an die Karnevalisten gestern doch so versüßt mit Hinweisen auf ein gut abgelaufenes Jahr 2004 und die Finanzen, die nun endlich in Ordnung sind.
Auch die närrischen Repräsentanten aus den
Dörfern stimmte er sich gnädig mit "Sunderner Beerenauslese", Wein aus dem Weingut Rathausplatz mit dem Prädikat "Frie Wooohl". Diesen besonderen Rebensaft nahmen die Präsidenten der Karnevalsgesellschaften Langscheid, Berhard Lübke, Stemel, Rainer Albaum und Hövel, Olaf Baumeister, fröhlich entgegen.
Wenn der Rathausschlüssel das hohe Haus verlässt, müssen vertrauenswürdige Menschen bestellt werden, die auf das gute Stück aufpassen. Gut vorgemacht haben es Magnus Bende von der Flotten Kugel und Wolfgang Teipel aus der Stadtverwaltung. Ihrem Beispiel müssen jetzt Mark Baggewöste (Flotte Kugel) und Klaus Pingel (Verwaltung) folgen. Denn es gibt immer Übeltäter, die sich einen Spaß daraus machen, den Schlüssel zu stibitzen.
WR
vom 04.02.2005
Mit Flotter Kugel und dem TuS wird Karneval ein Hochgenuss
Sundern. Frau oder Mann, Mann oder Frau - die Showgarde verwirrte das Publikum. Sie waren beides, eine Seite männlich, die andere weiblich. Und so schwang mal ein roter Rock mal ein schwarzer Frack-Schoß im wirbelnden Takt. Die jungen Mädchen - nur eine Stunde zuvor als zackige Garde auf der Bühne - sorgten für einen mitreißenden Abschluss eines tollen Karnevalsprogramms - das natürlich wieder überzogen wurde.
Genau abgestimmt wie das Motto war der gesamte Abend. Schon das Kinderprinzenpaar Fabian Bürger und Franziska Miederhoff konsttierten zufrieden: "der Karneval hat toll begonnen" und versprachen: "Mit Flotter Kugel und dem TuS wird Karneval ein Hochgenuss".
So ging es gleich mit Genuss weiter, dem Auftritt der kleinsten Tänzerinnen, den "Ballermannboys" (Patrick und Niklas Linneborn), Garde- und Showtänzen.
Aber auch die Büttenreden waren nicht ohne. Als "Chef vom Protokoll" hatte sich Walter Lange intensiv mit dem derzeitig größten Bauvorhaben in Sundern und den prominenten Gästen der Firma Severin beschäftigt von Helmut Kohl über Theo Waigel bis zum jüngsten politischen Besucher. Bei Ministerpräsident Peer Steinbrück beobachtete Lange, wie der sich so umsah, unter den Elektrigeräten und "sieht, was er so brauchen kann".
Heinz Krengel als Büttenredner brauchte andere Sachen, als "Stanislaus" berichtete er aus dem schweren Leben eines Kammerjägers. Elisabeth Lange fand ihre Themen in der Bundespolitik.
Auch "mit Samba" hält sie jung, die Flotte Kugel hatte Elisabeth Keggenhoff für das Motto gedichtet. Einen Test machte die Gruppe "Samba Piranha", die seit zwei Jahren unter der Leitung von Johannes (Hanno) Fricke und Hans-Peter Pelzer die leicht klingenden aber schwer zu spielenden Rhythmen einübt.
Und er wäre nicht Rolf Hengesbach, wenn er nicht auch mal mit trommeln wollte. Der Sitzungspräsendent entfernte sich aber etwas von den brasilianischen Wurzeln des Samba. Bei ihm klang es fast heimisch: "Kohlraben, Kohlraben. . ."
30.01.2005 Texte
und Fotos von Sabine Metzler
Auf die Kuckuck´sche Art in Ehrensenator-Runde eingeführt
Sundern. Der Ortsvorsteher konnte trotz Armbruch mit verfolgen, wie der Stellvertreter seine eigenen Worte vortrug. Tochter Petra Schauerte hatte per Handy den Kontakt zum Bett im Krankenhaus hergestellt. Eigentlich war es die Aufgabe von Hans-Jürgen Schauerte seine beiden Ehrensenator-Nachfolger Gerd Kutzner und Fritz Engels einzuführen.
Als Ehrensenator 2006 empfahl sich Pastor Schmitt bei seinem Auftritt als Ersatz-Laudator. Denn ohne eigenen Kommentat las er die Rede von Schauerte nicht vor. "Jeder kennt den Spruch von gefallenen Mädchen, gefallene Jungs gibt es auch im Städchen. Jetzt hat sein linker Arm einen ordentlichen Verdreher" kommentierte er das Unfallpech des Ortsvorstehers.
Der hatte sich reimend mit den Charakteren seiner beiden Nachfolger beschäftigt.
Die dankten artig in Prosa und anschließend natürlich in gewohnter Manier - singend, denn "die Kuckucks-Lieder werden wie nie leid".
Spott auf den Weihnachtsmarkt durfte nicht fehlen, auch die Würdigung der Bahnfahrt, dieses Mal nach "Kölle" (ein Appell an den VCD: die Bahnfahrt in diesem Jahr so planen, dass auch dises Ziel singbar ist nach dem "Sonderzug nach Panckow [d. Red.]). Pastor Schmitt fand sich auch wieder, dieses Mal mit seiner Krippe an der Röhr, für die der Staat eine Baugenehmigung verlangte.
Sie sind jetzt aber mehr als "nur" das Duo Kuckuck. Als Ehrensenatoren müssen sich Gerd Kutzner und Fritz Engels in die Runde der anderen Ehrensenatoren einfügen - das fand ganz auf Kuckuck´che Art und Weise statt.
Dass sie dieses neue Paar gern aufnehmen, bewiesen neun der Vorgänger. "Sag mir wo der Blume ist?" auf der Bühne - Günter Blume kam mit Staffelei. "Rote Rosen regnen" ließ Karl Roosen, der das Lied auf seiner Flöte intonierte, sportlich im Ski-Anzug lief Gabi Buchheister auf, "Rudolf das schlanke Renntier" konnte nur Rudolf Hammeke sein, mit Mandolinenbegleitung klang Josef Schmidts "Kuckuck, Kuckuck, ruft´s aus dem Wald" etwas ungewöhnlich, und die Frage "Spieglein, Spieglein an der Wand" wurde von den Kuckucks sofort beantwortet: "Was kann der Hengesbach dafür, dass er so schön ist?".
30.01.2005
Publikum singt den neuen Chip-Chip-Song
Sundern. Wenn man einen Aktiven zum Ehrensenator macht, kann sich das enorm auf das Programm auswirken. Das bewies jetzt das Duo "Kuckuck" bei der Prunksitzung der KG "Flotte Kugel".
Denn im Rahmen ihres normalen Auftrittes lockten Fritz Engels und Gerd Kutzner einen Ehrensenator nach dem anderen auf die Bühne: Günther Blume malte, Karl Roosen spielte auf der Querflöte, Ehrensenator Josef Schmidt intonierte auf der Mandoline "Kuckuck, rufts aus dem Wald". Sein Bruder Hubert kam mit dem Doktor-Hut, Gaby Buchheister zeigte sich als Skiläuferin und Rudolf Hammeke spielte das Rentier, Anton Tillmann fühlte sich wohl wie ein Pirol. Erwin Hengesbach befragte den Spiegel nach dem Schönsten Mann. Letztlich brachte Prinzessin Franziska dem Bürgermeister eine Geige, die neue Saiten brauchte. Zum Abschluss sang die bunte Corona: "Einmal ein Ehrensenator sein, das ziehen wir uns rein".
Zuvor hatten die Musikusse Kutzner und Engels aus der Hand der Präsidenten die Ehrensenatorenmützen erhalten. Die Inthronisations-Rede hätte Vorgänger Hans-Jürgen Schauerte halten sollen, doch er liegt derzeit im Krankenhaus. " Der Seelenhirte trägt nun vor, anstatt des Ortsvorstehers der Pastor", reimte Michael Schmitt. Seine Rede, die Hans-Jürgen Schauerte geschrieben hatte, wurde per Handy ins Arnsberger Marien-Krankenhaus übertragen. Darin wurden die "Kuckucks" als muntere Vögel bezeichnet, die sich an brisante Themen wagen. Das bewiesen die beiden mit dem Lied "Holt die Tonnen raus", bei dem der ganzen Saal mit singen und schnippen durfte. Weitere Themen waren der Sonderzug nach Köln oder der Song "Ich wäre so gerne Severin".
Fotos von der Prunksitzung sind auf www.westfalenpost.de/sundern zu sehen.
31.01.2005 Von
Matthias Schäfer
Rio liegt an der Röhr
Sundern. Samba ohne Ende, Stimmung wie in Rio de Janeiro. Das ist das Fazit der großen Prunksitzung der KG "Flotte Kugel" am Samstag.
Den Auftakt machte beim Einzug von Elferrat und Garden die Gruppe "Samba Piranha", die mit brasilianischer Musik unter dem prächtigen Bühnenbild der Cocacabana einheizte. Die mitreißenden Ryhthmen wurden in den vergangenen Jahren vom Hachener Johannes Fricke sowie mit Hans-Peter Pelzer aus Lohmar mit den 12 Musiker einstudiert. Das Bühnenbild gestaltete Meinolf Aufderbeck mit seiner Familie.
In der Folge entwickelte sich eine bunte Mischung aus Musik und Schwung, so dass schon sehr früh der Saal kochte. Nicht ganz unbeteiligt daran waren die "Ballermann Boys" (Patrick und Niklas Linnborn) mit Songs wie "Chocolata" oder "Nüchtern bin ich so schüchtern".
Einer der ersten Höhepunkte war dann die Proklamation des Prinzenpaares. Fabian Bürger und Franziska Miederhoff, beide 11 Jahre, repräsentierten den TuS. Während der Prinz in der D-Jugend kickt, turnt das Mädchen aus Langscheid, fährt Einrad und Ski. "Wenn Erwin Hengesbach jetzt lacht, haben wir garantiert nichts falsch gemacht", reimten die beiden. Für das muntere Paar gab es dann von Elisabeth Keggenhoff den Ehrenorden der Senatoren der KG "Flotte Kugel". Sie selbst erhielt die Motto-Eule, denn das brasilianische Motto hatte sich die Senatorin, die seit 40 Jahren auf der Bühne steht, ausgedacht.
Prächtig hatten sich auch die Elferräte kostümiert. Sie saßen in einer riesigen stilisierten Strandbar unter dem Zuckerhut. Da passte der Fußballtanz der Kindergarde ausgesprochen gut ins Bild. Anschließend ließ Walter Lange als Protokollchef nochmals das ganze Jahr an Röhr und Sorpe Revue passieren: Neben dem Hochregallager bekam auch der Ministerpräsident sein Fett weg. Langes Ehefrau Elisabeth sorgte dann als eine "politisch Angehauchte" für Lacher über Hartz, Joschka und den alten "Schuld-Eichel".
Dass das Thema Tanz bei der "Flotten Kugel" ganz groß geschrieben wird, bewiesen die Juniorinnen mit ihrem Gardetanz. Begeisterung löste auch der "Starlight Express"-Tanz der kfd Christkönig im Saal aus. "Mein Herz geht 1 zu 1000, wenn ich diese Bühne betretet", bekannte Gaby Lillpopp, die sich nach 20-jähriger Aktivität, bis 1994 mit ihrem Mann Wolfgang, von der FKS verabschiedet. "Sie war immer ein Garant der guten Laune", so Protokollchef Walter Lange. "In ihren Augen sprüht das Feuer." Und so nahm Gaby mit Schunkelliedern wie "Am Rosenmontag bin ich geboren" oder "Roderich" Abschied. Zusammen mit Neffe Patrick bot sie dann noch den "Alten Holzmichl". Riesiger Applaus brandete ihr als Dank für viele tolle Stunden entgegen.
Höhepunkt war dann der Showtanz der Seniorengarde zum Thema "Lateinamerikanische Tanzstunde". Dabei begeisterten den Exaktheit und die wunderschönen zweigeteilten Kostüme: Links eine Abendkleid und rechts ein Smoking. Dank für den auch bundesweit erfolgreichen Tanz ging an Trainerin Andrea Horrig.
30.01.2005 Von
Matthias Schäfer
Brasilanische Fußballer kamen mit eigenem Schiedsrichter
Sundern. (me) "In der Kirche kann man auch heiraten", Pastor Michael Schmitt konnte es sich nicht verkneifen, die Worte des Bürgermeisters zu ergänzen, der gerade vor den Seniorinnen und Senioren aufgezählt hatte, wo Paare sich überall trauen lassen können: im Rathaus, auf dem Schloss auf dem Sorpesee.
Lockere und erwartungsvolle Stimmung herrschte von Beginn an im bunt geschmückten Theatersaal, in dem die Seniorinnen und Senioren das Programm der Flotten Kugel erlebten, ergänzt mit einigen "Leihgaben" aus dem Frauenkarneval. Die gewannen mit dem Auftritt ihrer Kinder als "Jim Knopf" und "Lukas" und der Reise nach Lummerland gleich die Herzen des Publikums, wie auch der Showtanz der "Golden Girls", bei dem so manche Frau im Saal gerne mitgemacht hätte, wie Sitzungspräsident Rolf Hengesbach mit einem schnellen Blick ins Publikum feststellte.
Auch mit ihren eigenen "Gewächsen" heimste die Flotte Kugel viel Beifall ein.
Gefeiert wurde das Kinderprinzenpaar Fabian Bürger und Franziska Miederhoff, die mit einer humorvollen Rede über die eigenen Stärken und Schwächen glänzten.
Fest im Blick hat die Kindergarde schon die Fußball-Weltmeisterschaften im nächsten Jahr und griffen gleichzeitig das Motto der Session auf mit Samba und Rhythmus. Die Kleinen kamen als Fußball-Mannschaft aus Brasilien und hatten zu den elf Spielern gleich einen eigenen Schiedsrichter dabei.
Viele gute Bekannte trafen die Gäste an dem Nachmittag, Heinz Krengel in der Bütt, wie auch Vikar Christian Conrad als Marsmännchen. Er stellte neue Strofen für sein Lied "Ach Schmittilein" vor.
Eine dieser alten Bekannten verabschiedete sich: Gaby Lillpopp, die nach 20 Jahren als Stimmungssängerin in dieser Session ihre letzten Auftritte hat. Der herzliche Beifall des Publikums versüßte ihr diesen Schritt.
Unter den gut gestimmten Gästen saßen auch drei, die von Bürgermeister Friedhelm Wolf, Sozialamtsleiter Martin Hustadt und Pastor Michael Schmitt besonders begrüßt wurden: Josefine Simon, Maria Schweitzer und Johannes Kamitter. Sie waren die ältesten Gäste im Saal.
WR
vom 27.01.2005
Weiberfastnacht geht es vom Rathaus direkt in die Halle
Sundern. Erst die Machtübergabe im Rathaus erleben, dort ein bischen feiern, dann nach gegenüber, wo es nahtlos weiter geht mit dem närrischen Treiben. Diesen Ablauf bietet die Flotte Kugel in diesem Jahr. Ab 16 Uhr ist am Weiberfastnacht in der Schützenhalle Stimmung angesagt.
Mit dem Karneval für die Senioren am heutigen Mittwoch beginnt für die Karnevalsgesellschaft die heiße Zeit der Narretei. Am Samstag schließt sich die erste große Prunksitzung an mit eingeladenen Gästen. Wer sich noch keine Karte gesichert hat, kann sich bei Präsident Manfred Henze (Tel: 7 92 33) einen Platz sichern.
"Mit Samba, Rhythmus, Spaß und Schwung" feiert die Flotte Kugel diese Session. Das zeigt nicht nur die Gestaltung des 2005er Ordens, sondern zieht sich auch mit Tanz und Musik durch das gesamte Programm. Naürlich hat sich die neue Band "Sound for you" auch die entsprechenden Noten bereit gelegt.
Die Kindertanzgarde hat sich für ihren Showtanz ganz auf Brasilien eingestellt und die neue Samba-Gruppe ist ebenfalls mit von der Partie. Insgesamt 155 Akteure zummeln sich auf der Bühne.
Das Programm ist in der zweiten Prunksitzung am Karnevalssamstag noch einmal zu erleben. Dafür gibt es Karten im Vorverkauf: Schreibwarenhandlung Britta Arold, Schreibwaren Renate Grünebaum und im Metropol.
Ganz neu gestaltet hat die Karnevalsgesellschaft den Weiberfastnachtstag. Traditonell geht es erst einmal ins Rathaus, um dem Bürgermeister die Macht in der Stadt zu entreißen.
Ab 16 Uhr steht dann die Schützenhalle offen. Bis 19 Uhr ist freier Eintritt. Der Ballermann erfahrene DJ Olli Kamm legt flotte Scheiben auf. Ab 19 Uhr wird Eintritt verlangt, dann steigt der traditionelle Preiskostümball und zum Tanz spielt "Sound for you". Auch dazu gibt es eine Neuerung: die Jury wird während des Balls in der Halle nach den schönsten Kostümen Ausschau halten. Niemand muss sich vor der Fete im Hintergrund präsentieren.
WR vom
25.01.2005,
Sabine Metzler
Kappen passten
Sundern. (me) Da haben es sich die Karnevalisten der Flotten Kugel besonders schwer gemacht - gleich zwei mussten sie vermessen. Es klappte: "Vermessungsingenieur" Walter Lange ermittelte bis zu letzten Stelle hinter dem Komma genau die Kappengröße für Fritz Engels und Gerd Kutzner.
Das "Duo Kuckuck" war zum Karnevalsauftrakt im November als neue vorgestellt worden. Jetzt stand die Mess-Aktion an, zu der sich die Karnevalisten im Haus der Familie Engels einfanden. Sitzungspräsident Rolf Hengesbach schockierte die muntere Gesellschaft zunächst mit Zitaten von Kant (Adresse von Kutzner) und Leibniz (Engels). Schnell wurde Hengesbach aber wieder närrisch und stellte das tradtionelle Geschenk vor, eine Clown-Figur, wieder bis auf die Hosenfarbe genau auf die Beschenkten abgestimmt.
Dann kamen Zollstock und Messband zum Einsatz. Nach den Zahlen, der Anwendung des Ohmschen Gesetzes und alles abschließend geteilt durch zwei kamen exakt die richtigen Größen heraus.
WR vom 16.01.2005
Da hat sich die Flotte Kugel selbst ein kapitales
Kuckucksei ins Nest gelegt
Sundern. Da haben sich die Karnevalisten ein
wahres Kuckucksei ins Nest gelegt: Gerd Kutzner und Fritz Engels, seit 15 Jahren
als lästerndes Duo Kuckuck auf der närrischen Bühne, sind das neue
Ehrensenatoren-Paar der Flotten Kugel. Zum Sessionsauftakt wurden sie
vorgestellt.
So richtig spannend machte es Sitzungspräsident Rolf Hengesbach, und führte die
erwartungsvolle Gästeschar am Samstag im Sunderland-Hotel mit seinen Tipps eher
aufs Glatteis als auf die Spur der richtigen Personen. Denn was sollten die
Zuhörer verstehen unter dem Hinweis, dass der neue Ehrensenator einen
Doppel-Namen trägt. Ist es endlich wieder einmal eine Frau? Dass es sich um
einen doppelten Ehrensenator handelt, darauf kam keiner. Schließlich gab es das
erst einmal in der 45-jährigen Geschichte dieser Ehrungen.
Vor dem Duo Kuckuck bleibt nichts geheim. Sie breiten genussvoll kleine
Schwächen und Stolperer der Sunderner auf der Bühne aus. Dass sie sich auch
selber auf den Arm nehmen können, das bewiesen Fritz Engels und Gerd Kutzner bei
ihrer - natürlich vertonten - ersten Vorstellung in dem neuen Amt und stellten
als neue Hymne, das "Ehrensenatoren-Lied" vor.
Musik, nicht nur von den beiden Kuckucks, ist viel drin in der neuen aber kurzen
Session. "Die Flotte Kugel, die hält jung mit Samba, Rhythmus, Spaß und Schwung"
lautet das Motto, das Elisabeth Keggenhoff gereimt hatte. Einen Hauch von
südamerikansichen Karneval will die Flotte Kugel in dieser Session nach Sundern
holten und hatte zu dem Thema um Vorschläge gebeten. 31 waren insgesamt
eingegangen.
Spaß und Schwung verspricht auch das Kinderprinzenpaar, in diesem Jahr gestellt
vom TuS Sundern. Franziska Miederhoff und Fabian Bürger stellten sich mit einer
witzigen Ansprache vor und versprachen: "Dank Flotte Kugel und dem TuS wird
Karneval ein Hochgenuss".
Dass die beiden Elfjährigen diese Zeit auch genießen, davon sind ihre Vorgänger
überzeugt. Lisa-Marie Fecke und Patrick Grote erinnern sich zwar noch an ihre
weichen Knie zu Beginn ihrer Amtszeit, hatten dann aber eine "super Zeit".
Dieses Lob begeisterte auch Rolf Hengesbach, der bei dieser Jugend keine Sorge
um die Zukunft des Sunderner Karnevals hat.
Denn auch die Generation zwischen den heutigen Vorstandsmitgliedern und dem
Kinderprinzenpaar ist aktiv dabei, wenn die Fotte Kugel ruft. Das beweisen die
beiden neuen Elferräter Markus Breier und Christian Schulte.
WR vom 15.11.2004, Sabine
Metzler
Heißes Motto lädt zum Tanzen ein
Sundern. (es) "Die Flotte Kugel -
die hält Jung, mit Samba, Rhythmus, Spaß und Schwung." Begeisterung kam auf bei
Närrinnen und Narren, die sich am Samstagabend zur Sessioneröffnung im
Sunderland-Hotel eingefunden hatten: Das heiße neue Motto lädt schon fast selbst
zum Tanzen ein.
Brodelndes brasilianisches Karnevalsfieber soll in rund achtzig Tagen die
Sunderner Innenstadt zum Kochen bringen. 31 Vorschläge zu dem neuen Motto waren
bei der Flotten Kugel Sundern eingegangen. Den Zuschlag erhielt dann das Motto
von Ex-Senatorin Elisabeth Keggenhof. Sie wird im Rahmen der Mitgliedersitzung
die Motto-Eule überreicht bekommen.
Neu auch in diesem Jahr: das Kinderprinzenpaar. Franziska Miederhoff und Fabian
Bürger sind die neuen Jungregenten für die kommende fünfte Jahreszeit. Und da
die bekanntlich am 11. November beginnt und im Karneval die "Schnapszahlen"
sowieso eine wichtige Rolle spielen, kommt es der Königswürde des Paares zugute,
dass beide genau elf Jahre jung sind. Franziska Miederhoff aus Langscheid geht
in die 6. Klasse des Gymnasiums, Fabian Bürger in die selbe Stufe in der
Hauptschule. Beide sind Mitglieder des Sunderner TuS, der das sympathische
Regentenpaar diesmal stellen sollte.
Überraschung Im Verlauf des Abends sollte es zu einer Überraschung kommen, mit
der wohl so keiner gerechnet hatte. Alle schnellen Vermutungen um den einen
neuen Ehrensenator zerschlugen sich rasch, als Rolf Hengesbach zwei Namen
vorlas: Fritz Engels und Gerd Kutzner lösen gemeinsam Hans-Jürgen Schauerte aus
seinem Amt ab. Eingefleischten Karnevalisten sind die beiden natürlich schon
lange bekannt: Als das "Duo Kuckuck" heizen sie seit Jahren mit eigenen Liedern
die Stimmung in der Schützenhalle an. Und so lag es auch nicht fern, dass beide
sich in Gedichtform gegenseitig vorstellten - nicht ohne sich dabei gehörig auf
die Schippe zu nehmen.
Auch in Sachen Musik für die Flotte Kugel unterwegs sind seit Jahren Markus
Breier und Christian Schulte: Zwar nicht auf der Bühne, aber in der Technik
derselben sind sie schon lange aktiv, pegeln und regeln, um zu Karneval für den
guten Ton zu sorgen. Beide sind am Samstag Abend frisch in den Elferrat mit
aufgenommen worden. Die Sitzung war von Manfred Henze eröffnet worden.
WP vom 15.11.2004